Krähenwinkel/K. : SSG 2:1

Schiedsrichter: Calvin Dieckhoff, TV HassendorfLinienrichter: Felix Garbers, TUS Westerholz, Linus Haack, SV Scheessel
Zweite verliert 6:2 in Thal
Spielbericht vom 22. März 2026
SSG kehrt ohne Punkte heim
Spätes Aufbäumen in Langenhagen reicht nicht
TSV Krähenwinkel/Kaltenweide – SSG Halvestorf 2:1 (1:0)
Es bleibt dabei: Das Glück will aktuell nicht an den Piepenbusch zurückkehren. Trotz einer dramatischen Schlussphase, in der der Ausgleich buchstäblich auf der Torlinie lag, mussten wir uns am Sonntag beim Tabellenfünften in Langenhagen knapp mit 1:2 geschlagen geben.
Unsere Mannschaft kam gut aus den Startlöchern. In den ersten zehn Minuten waren wir das aktivere Team und setzten erste Nadelstiche. Tim Bartelt hatte die Führung auf dem Fuß, doch sein Abschluss wurde im allerletzten Moment noch geblockt. Nach dieser Drangphase fanden die „Krähen“ jedoch besser in die Partie und erzeugten vor allem durch brandgefährliche Standards permanenten Druck.
Kurz vor dem Pausentee dann der bittere Rückschlag: Ein Ballverlust im Mittelfeld ermöglichte dem TSV den entscheidenden Angriff über rechts – Max Radowski vollstreckte eiskalt zum 1:0 (42.). Ein Treffer zum psychologisch denkbar schlechtesten Zeitpunkt.
Mit neuem Mut und viel Schwung kam unsere Elf aus der Kabine. Wir wollten den Ausgleich erzwingen! Erst strich ein Kopfball von Bartelt nur knapp über die Latte (48.), dann verpasste Tim Arndt eine scharfe Freistoßflanke nur um Haaresbreite (50.).
Mitten in unsere beste Phase hinein folgte der Schock: Nach einem schnellen Umschaltspiel der Gastgeber landete ein Abpraller vor den Füßen von Paul Bock, der per Direktabnahme auf 2:0 (54.) erhöhte. Ein Wirkungstreffer, der uns lange Zeit die spielerische Linie kostete.
Trainer Artjom Grincenko reagierte und brachte mit Leonard Kelmendi und Luis Drebing frische Kräfte. Es dauerte bis zur 88. Minute, doch dann flammte die Hoffnung plötzlich wieder auf: Kelmendi tankte sich auf dem Flügel durch, über Manka landete der Ball bei Robin Tegtmeyer, der sich aus der Drehung ein Herz fasste und zum 1:2-Anschluss traf!
Was folgte, war purer Nervenkitzel: In der zweiten Minute der Nachspielzeit stieg Bartelt nach einer Ecke am höchsten. Der Ball schien bereits im Netz einzuschlagen, doch ein Krähenwinkler rettete in allerletzter Sekunde auf der Torlinie. Es sollte einfach nicht sein.
Trotz der späten Chance fand Sprecher Burkhard Büchler nach dem Abpfiff kritische Worte:
„Wir müssen ehrlich zu uns selbst sein: Ein Punktgewinn wäre heute nicht verdient gewesen. Wir haben im zentralen Mittelfeld einfach zu viele Zweikämpfe verloren und die physische Gangart nicht so angenommen, wie es im Abstiegskampf nötig ist.“
Wir bleiben vorerst im Tabellenkeller stecken, doch die Moral der letzten Minuten zeigt: Die Mannschaft lebt! Am nächsten Sonntag (15:00 Uhr) wartet zu Hause das nächste wichtige Duell gegen den Tabellenführer SC Hemmingen-Westerfeld. Dann zählen keine „Hätte-wäre-wenn“-Momente mehr – dann zählt nur noch kämpfen, kämpfen, kämpfen...und am besten bis zu drei Punkten am Piepenbusch!
SSG Halvestorf: Gerche, Dubiel (66. Manka), Endres, Tegtmeyer, Katunda (66. Drebing), Bollwitte, Neumann, Heine, Adyemo (57. Kelmendi), Arndt, Bartelt (61. Maedchen).
SG Thal/Holzhausen – SSG Halvestorf II 6:2 (1:2)
Das war leider ein gebrauchter Sonntag für unsere Zweite. Nach einer bärenstarken ersten Halbzeit ist uns die Partie in der zweiten Hälfte komplett entglitten. Hier ist die Aufarbeitung des Spielgeschehens aus Sicht unserer SSG – ehrlich, direkt und mit dem Blick nach vorne.
Es war ein Spiel der zwei Gesichter. Während unsere Reserve im ersten Durchgang noch alles im Griff zu haben schien und mit einer verdienten Führung in die Kabine ging, erlebten wir nach dem Seitenwechsel ein regelrechtes Debakel. Am Ende stand eine deutliche 2:6-Klatsche gegen den Tabellenkeller-Vertreter aus Thal/Holzhausen, die uns in der Tabelle auf Rang sieben abrutschen lässt.
Dabei fing alles so vielversprechend an. Zwar gerieten wir früh durch einen Strafstoß in Rückstand (15.), doch die Antwort unserer Jungs ließ nicht lange auf sich warten. Wir zeigten Moral und drehten das Spiel noch vor der Pause:
23. Minute: Der Ausgleich zum 1:1 durch Umut Savcu.
32. Minute: Die Führung! Luca Justin Groß bewies seine ganze Klasse, nahm den Ball technisch versiert mit der Brust mit und vollendete eiskalt zum 2:1.
Mit diesem Vorsprung im Rücken und dem Gefühl, das Spiel im Griff zu haben, ging es in die Kabine. Doch was nach dem Wiederanpfiff passierte, lässt sich kaum erklären.
Innerhalb von nur vier Minuten (54. & 58.) drehte Thal das Spiel durch einen Doppelpack von Rozum komplett. In der Folge verloren wir völlig den Faden. Die Ordnung ging verloren, die Zweikämpfe wurden nicht mehr mit der nötigen Konsequenz geführt. Thal nutzte die sich bietenden Räume gnadenlos aus und schraubte das Ergebnis bis zum Abpfiff auf 6:2 in die Höhe.
Ein Sonderlob trotz der Gegentreffer: Dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel, haben wir Tobias Schridde zu verdanken. Eigentlich als Feldspieler bekannt, hütete er an diesem Tag unser Gehäuse und verhinderte mit mehreren Glanzparaden ein noch schlimmeres Debakel. Danke für diesen Einsatz, Tobi!

































