Zum Hauptinhalt springen

BW Tündern : SSG Halvestorf 1:6

Dienstag, 12. August 2025 · 19:00 UhrLandesliga Hannover, 2. Spieltag

Halvestorf vermöbelt Tündern!

Spielbericht vom 12. August 2025

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    Piepenbusch-Kicker überrollen Blau-Weiß auf der Kampfbahn.
    Sprecher Sonnemann: „Wir hatten weniger Rückgrat als ein Gummibärchen“

    Ei, ei, ei: schon seit einigen Tagen waren alle Augen auf das Highlight-Spiel auf der Tünderaner Kampfbahn am heutigen Dienstagabend gerichtet – das Landesliga-Derby zwischen Blau-Weiß Tündern und der SSG Halvestorf. Spannung garantiert? Könnte man meinen. Doch stattdessen kassierten die „Schwalben“ aus dem Windmühlendorf auf der brechend vollen heimischen Sportanlage eine Abreibung, dessen Nachwirkungen sicherlich noch einige Tage anhalten werden. Mit 6:1 vermöbelte die SSG das Team von René Hau und Ex-Halvestorf-Coach Rik Balk regelrecht. Und als wäre das nicht schon genug, brachten ausgerechnet die beiden „Ex-Schwalben“ Alexander Manka und Robin Tegtmeyer den Ball so richtig ins Rollen für die Gäste.

    „Das Ergebnis hätte ich mir in den kühnsten Träumen nicht vorstellen können. Das war eine echte Machtdemonstration!“, war Halvestorfs Sprecher Burkhard Büchler entsprechend euphorisch. In der ersten halben Stunde war vom Offensiv-Irrwitz der zweiten Hälfte allerdings noch nicht viel zu sehen. „Der erste Durchgang von uns war in Ordnung, wir hatten sogar ein kleines Chancenplus auf unserer Seite, haben die Bude aber leider nicht gemacht“, erklärte BWT-Sprecher Rudi Sonnemann. Die dickste Gelegenheit hatte Julian David auf dem Fuß (16.), nagelte die Kugel aus rund 16 Metern jedoch deutlich über den Kasten. Auf der Gegenseite hätten Josh Jürgens (10.) und Manka (29.) die SSG in Front bringen können. Der Dosenöffner der Gäste gelang dann in der 31. Minute durch eben jenen Manka, der bis zum Ende der vergangenen Saison noch die Lebensversicherung der „Schwalben“ war. Ein langer Abschlag von Tim Kallmeyer rutschte durch und Manka behielt vor BWT-Keeper Kolja Kowalski die Nerven. Mit dem knappen Vorsprung ging´s auch in die Pause.

    Nach dem Seitenwechsel nahm das Unheil aus Tünderaner Sicht dann seinen Lauf. „Die zweite Hälfte war schlichtweg eine Katastrophe, das muss man so hart sagen. Wir hatten weniger Rückgrat als ein Gummibärchen und haben uns die Tore durch unsere Fehler selbst eingeschenkt“, brachte es Sonnemann auf den Punkt. Part zwei des aus Tünderaner Sicht albtraumhaften Abends übernahm dabei wieder Manka, der die Kugel in der 49. Minute per Kopf unhaltbar im langen Eck unterbrachte. Zuvor hatte ihn Robin Tegtmeyer - Tünderns offensiver Schlüsselspieler vergangener Zeiten – per Flanke mustergültig bedient. Weiter rollte der SSG-Express in Minute 60: Tegtmeyer pflückte sich die Kugel im Sechzehner runter und vollendete humorlos ins lange Eck. Zuvor hatte Tim Kallmeyer im Halvestorfer Tor den Anschlusstreffer der „Schwalben“ verhindert. „Danach ging bei Tündern gar nichts mehr. Wir dagegen haben es überragend ausgespielt und uns Chancen wie am Fließband erspielt“, strahlte Büchler.

    Auch die zahlreichen Wechsel der Gäste ließen den Offensivdrang der Piepenbusch-Kicker nicht abbrechen. Im Gegenteil, sie beflügelten ihn sogar. Chris Katunda versenkte eine Hackenvorarbeit von Manka im kurzen Eck (70.), Felix Maedchen drückte eine Hereingabe von rechts über die Linie (77.) und abermals Katunda ließ seinen Gegenspieler aussteigen und vollendete humorlos ins lange Eck (90.). Immerhin war den Blau-Weißen noch der Ehrentreffer vergönnt: der eingewechselte Lukas Kramer markierte in der 88. Minute per Abpraller den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:5.

    „Sicherlich ist das Ergebnis am Ende etwas zu hoch, aber tut am Ende nichts zur Sache. Wir haben kaum dagegengehalten und der Gegner hat uns weh getan. Wir wussten vor dem Saisonstart, dass unsere Probleme in der Defensive liegen. Jetzt müssen wir schauen, dass wir da schleunigst Stabilität reinbekommen“, war Sonnemann bedient, betonte aber auch: „Es ist erst der zweite Spieltag, wir stecken jetzt nicht den Kopf in den Sand.“ Völlig anders war dagegen die Laune bei Büchler: „Das war eine grandiose Mannschaftsleistung von allen. Besonders gefreut hat es mich, dass die Jungspieler Ben Dubiel, Lukas Dönecke und Ibrahim Adyemo so ihren Mann gestanden haben. Und gemessen an dem, was Chris Katunda nach seiner Einwechslung gezeigt hat, bin ich mir sicher, dass wir auch an ihm noch viel Freude haben werden.“

    BW Tündern: Kowalski, David, Geschle, Heller, Aksu, Gündüz, Aydin (67. Kahraman), Kleinschmidt, Schieb, Palm (63. Palm), Kestic.
    SSG Halvestorf: Kallmeyer, Dubiel, Elias, Jürgens, Bollwitte, Manka (75. Bartelt), Tegtmeyer, Maaß (76. Maedchen), Adyemo (66. Neumann), Dönecke (73. Dönecke), Berisha (66. Katunda).
    Tore: 0:1 Alexander Manka (31.), 0:2 Manka (49.), 0:3 Robin Tegtmeyer (60.), 0:4 Christopher Katunda (70.), 0:5 Felix Maedchen (77.), 1:5 Lukas Kramer (88.), 1:6 Katunda (90.).

    Quelle: AWesA

    Startaufstellung